Klingendes Dekanat Hersbruck

Die Orgel ist von verschiedenen Landesmusikräten zum Instrument des Jahres 2021 gekürt worden. Aus diesem Anlass gestaltet die Bezirkskantorin Heidi Brettschneider ein Orgelkaleidoskop – Eine Orgelreise durch das Hersbrucker Dekanat. In einer Klangreihe über Monate hinweg werden 35 Instrumente vorgestellt und erklingen Sonntag für Sonntag auf der Homepage des Dekanats Hersbruck.
Dort ist auch der Zeitplan zu erfahren.

http://www.dekanat-hersbruck.de/arbeitsbereiche/dekanatskantorin-und-kirchenmusik/

Am Sonntag Trinitatis, am 30. Mai wird die Schönberger Strebel-Orgel von ihr zum Klingen gebracht.

Die Orgel mit zwei Manualen und 12 Registern wurde vor 120 Jahren in der Orgelbau-Anstalt-Johannes Strebel in Nürnberg gefertigt und von der Kirchengemeinde für die neue St. Jakobuskirche angeschafft. Ihr Korpus erinnert an eine Burg und trägt die Inschrift „Singet dem Herrn ein neues Lied. Psalm 98V1“.

In der Orgelbau-Anstalt Johannes Strebel entstanden rund 170 meist kleinere Orgeln für Dorfkirchen, von denen noch etwa die Hälfte erhalten ist. Fast alle wurden im Lauf der Zeit für Bachmusik umgebaut und verloren dadurch ihre charakteristische Disposition und büßten aus heutiger Sicht an Klangqualität ein. Die Schönberger Orgel ist weitestgehend im Originalzustand erhalten. Im Jahr 2006 wurde sie von Orgelbauer Jörg Maderer aus Nürnberg generalüberholt. Lediglich die Prospektpfeifen wurden durch neue ersetzt und eine elektrische Luftversorgung eingebaut. Die St. Jakobus-Kirche in Schönberg verfügt über die Seltenheit einer Strebel-Orgel, die noch in ihrer ursprünglichen Klangqualität zu hören ist.